Xylit – süß und trotzdem gut für die Zähne?

Der vermehrte und häufige Verzehr von weißem Zucker kann bekanntlich zu Karies und anderen Munderkrankungen führen. Deswegen stufen die meisten generell süße Lebensmittel als schädlich für die Zahngesundheit ein. Dies trifft aber nicht auf alle Arten von Süßungsmitteln zu. So soll der Verzehr von Xylit sogar förderlich für die Zahngesundheit sein. Xylit ist ein Birkenzucker, der in der Lebensmittelindustrie als Zuckeraustauschstoff verwendet wird. Grund für seine positive Wirkung ist, dass Xylit von Kariesbakterien nicht abgebaut werden kann. Deswegen bietet Xylit keinerlei Nahrung für Bakterien und soll ihr Wachstum sogar hemmen. Der Verzehr von Xylit führte in einer Studie tatsächlich zu einer Reduktion von Karies.¹

Xylit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere positive Eigenschaften sind, dass Xylit sogar Mundgeruch verhindern soll und auch Plaque entfernt. Bereits Kaugummis, die mit Xylit gesüßt sind, sollen die Plaquebildung reduzieren. Für einen positiven Effekt empfiehlt sich dreimal am Tag nach den Mahlzeiten Kaugummis mit 2-3 g Xylit zu kauen. Durch den Zuckeraustauschstoff ist also der Genuss von Süßem ohne Folgen für die Mundgesundheit möglich. Und einen weiteren Nebeneffekt hat Xylit auch: Er schlägt mit rund 40 Prozent weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker zu Buche und ist damit durchaus figurfreundlich. Allerdings kann der übermäßige Verzehr zu Blähungen und Durchfall führen und auch der Geschmack von Xylit unterscheidet sich von weißem Zucker. Jeder sollte demnach für sich testen, ob Xylit eine Alternative zu herkömmlichen Zucker sein kann oder nicht. Wer aber zumindest ab und zu statt zu zuckerhaltigen Lebensmitteln zu Leckereien mit Xylit greift, übt einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit aus und tut nebenbei etwas Gutes für seine Figur.

 

 

 

¹ Bader, J. D., Vollmer, W. M., Shugars, D. A., Gilbert, G. H., Amaechi, B. T., Brown, J. P., … & Leo, M. C. (2013). Results from the xylitol for adult caries trial (X-ACT). The Journal of the American Dental Association, 144(1), 21-30.

 
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