Süß oder sauer? Beides schmeckt den Zähnen nicht

Der Verzehr von Zucker kann Karies begünstigen. Aber auch säurehaltige Substanzen können eine Gefahr für Zähne darstellen. Der direkte Kontakt mit Säuren kann nämlich Schäden in der Zahnhartsubstanz, sogenannte Erosionen, verursachen. Zahnärzte warnen davor, denn diese Form der Zahnschädigung scheint aktuell auf dem Vormarsch.

karies

Besonders Kinder und Jugendliche sind betroffen. Dabei lösen die Säuren Mineralien aus der Zahnoberfläche, demineralisieren somit den Schmelz und schaden den Zähnen.

Woher die zahnangreifenden Säuren kommen, ist ebenfalls belegt: Einerseits kann es sich dabei um Magensäure handeln, die durch Erkrankungen mit Reflux (Sodbrennen) oder durch Essstörungen mit Erbrechen (Bulimie) in die Mundhöhle gelangt.

Andererseits befinden sich Säuren auch in bestimmten Medikamenten und vor allem in Nahrungsmitteln wie Obst (Vorsicht bei Zitrusfrüchten!) und speziellen Getränken wie Softdrinks. Der Säureangriff lauert in frischem Obstsalat ebenso wie in den beliebten Smoothies. Die Vitamin-Booster für den Körper können also ziemlich ätzend für die Zähne sein.

Je häufiger die Zähne mit den zerstörenden Säuren in Kontakt kommen, desto größer können die Erosionsschäden sein. Deswegen ist es besser einmal am Tag eine bestimmte Menge an Süßigkeiten zu essen oder ein ganzes Glas Orangensaft auf einmal zu trinken, statt immer mal wieder über den Tag verteilt. Für eine wirklich erfolgreiche Therapie ist es wichtig, die persönlichen Risikofaktoren zu analysieren und deutlich zu reduzieren oder ganz abzustellen. Auch sollte man direkt nach dem Verzehr von säurehaltigem Essen circa 30 Minuten auf das Zähneputzen verzichten. Säure macht nämlich den Zahnschmelz kurzzeitig weicher, sodass beim Zähneputzen Teile des Zahnschmelz mit abgerieben werden können.

 
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