Häufige Fragen rund um das Thema Zahnersatz

Wenn Ihr Zahnarzt Ihnen zum Zahnersatz rät, sollten Sie folgende Fragen in jedem Fall stellen: Welche Versorgung empfiehlt sich – und warum? Geht diese Zahnersatzlösung über die Regelversorgung hinaus? Welche Materialien sollen zum Einsatz kommen?

Der Festzuschuss Ihrer Krankenkasse deckt circa 50 Prozent für die Regelversorgung. Dieser Zuschuss erhöht sich um 20 bis 30 Prozent von den 50 Prozent, wenn Sie regelmäßige Besuche beim Zahnarzt innerhalb der letzten 5 bis 10 Jahre in Ihrem Bonusheft nachweisen können.

Die Berechnung der Kosten für den Zahnersatz orientiert sich an einem Befund. Der Zahnarzt stellt nach seiner Untersuchung einen bestimmten Sachverhalt fest, z. B. „es fehlt ein Backenzahn.“ Ein Sachverständigengremium hat die Befunde im Auftrag des Gesetzgebers systematisiert und in Klassen eingeteilt. Diese beschreiben, mit welchen technischen Mitteln ein bestimmter Befund „in der Regel“ zu behandeln ist. Daraus abgeleitet erklärt sich der Begriff „Regelversorgung“. An dieser Regelversorgung orientiert sich die Höhe des Festzuschusses der Krankenkasse. Als Patient können Sie frei entscheiden, welchen Zahnersatz Sie wählen. Den Zuschuss Ihrer Krankenkasse behalten Sie auch dann, wenn Sie sich für eine höherwertige Versorgung entscheiden sollten.

Die Stiftung Warentest hat in Finanztest 8/2014 Zusatzversicherungen für Zahnersatz bewertet. Das Ergebnis zeigt, dass es noch nie so viele Versicherungen mit sehr guten Leistungen für Zahnersatz gab wie heute. Allerdings ist zu beachten, dass Kassenpatienten, die erstmals eine Zahnversicherung abschließen, in den ersten Vertragsjahren die Leistungen nur eingeschränkt in Anspruch nehmen können.

Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung können gesetzlich Versicherte die Finanzierungslücke weitgehend schließen. Die besten Tarife laut Finanztest 8/2014 decken zusammen mit dem Anteil der Krankenkasse 80 bis 95 Prozent der Rechnung ab.

Mit Vorsorge den Zuschuss sichern: Als Patient erhalten Sie einen Bonus von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse, wenn Sie einmal pro Jahr zur Vorsorge beim Zahnarzt waren. Aus diesem Grund sollten Sie als Patient es nicht versäumen Ihren jährlichen Kontrollbesuch vom Zahnarzt bestätigen zu lassen, um sich den Bonus zu sichern. Viele private Zahnzusatzversicherer belohnen ebenfalls ihre Versicherer für den jährlichen Besuch beim Zahnarzt und erstatten ebenfalls einen höheren Betrag für Zahnersatz. Des Weiteren bieten gleich mehrere gute Tarife sogenannte „kleine Extras“ an. Laut Finanztest bieten zwei Drittel der Tarife Zuschüsse zu den Kosten bei einer Professionellen Zahnreinigung, Parodontosebehandlung, Wurzelbehandlung oder Kunststofffüllungen.

Für einen neuen Zahnersatz erstellt Ihr Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP). Dieser ist unterteilt in Kassenleistung und Eigenanteil und beschreibt, welchen Zahnersatz Ihr Zahnarzt für Sie plant. Neben der Höhe des Arzthonorars beinhaltet der HKP auch einen detaillierten Kostenvoranschlag des Dentallabors. Vor Beginn der Behandlung müssen Sie den HKP bei Ihrer Krankenkasse einreichen und genehmigen lassen.

Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse gilt der Heil- und Kostenplan in der Regel sechs Monate.

Die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Zahnersatz beträgt zwei Jahre auf Material- und Verarbeitungsfehler. Wir sind von unserer Qualität so überzeugt, dass wir Ihnen je nach Art und Umfang selbstverständlich Garantien anbieten, die über das gesetzliche Maß von 2 Jahren hinausgehen.

Mit PayDent können Sie Ihren Eigenanteil finanzieren. Er steht fest, sobald Ihnen der Heil- und Kostenplan vorliegt. Sie tragen Ihren Eigenanteil einfach in das Antragsformular ein, das in der PayDent Informationsbroschüre integriert ist. Den vollständig ausgefüllten Antrag schicken Sie an die angegebene Adresse. Innerhalb weniger Tage erhalten Sie einen Finanzierungsvertrag, der erst mit Ihrer Unterschrift gültig wird. Nach dem Abschluss der Behandlung wird der Eigenanteil direkt auf das Konto Ihres Zahnarztes überwiesen, sobald uns das von Ihnen freigegebene Bestätigungsformular vorliegt.

Es gibt viele Möglichkeiten bei der Versorgung mit Zahnersatz, die sich auch preislich unterscheiden. Zahnersatz ist in jedem Fall Maßarbeit: Er wird größtenteils in Handarbeit individuell passend für Sie hergestellt. Zahnersatz, der alle medizinischen und technischen Anforderungen erfüllt, ist deshalb ein handwerkliches Meisterstück.

Sie können zwischen einer Goldlegierung, Nichtedelmetall oder Vollkeramik wählen. Jedes Material für Zahnersatz hat Vor- und Nachteile. Welches Gerüst für Sie am besten geeignet ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie z. B. Allergien oder zuvor verwendeten Materialien. Wir unterstützen Ihren Zahnarzt gerne bei der Beratung.

Alle Materialien für Zahnersatz entsprechen dem Medizinproduktegesetz und sind auf ihre Verträglichkeit getestet. Ihr Zahnarzt berät Sie gern über die Versorgungalternativen. Dabei berücksichtigt er, welche Materialien bereits in Ihrem Mund vorhanden sind, um eventuelle Wechselwirkungen auszuschließen.

Jeder Zahnersatz ist ein Unikat, das in Funktion und Ästhetik exakt an Ihren Mund angepasst ist. Der Zahntechniker fertigt den Zahnersatz in vielen einzelnen Arbeitsschritten, teilweise in filigraner Handarbeit.

Zahnärzte und Dentallabore arbeiten meist jahrelang zusammen und bilden ein eingespieltes Team. Natürlich können Sie bei Ihrem Zahnersatz einen Wunsch äußern, in welchem Dentallabor Ihr Zahnersatz hergestellt werden soll. Ihr Zahnarzt muss aber nicht mit einem fremden Dentallabor zusammenarbeiten, wenn er das nicht möchte. Mithilfe unseres Zahnarztfinders, finden Sie einen unserer Partner-Zahnärzte ganz in Ihrer Nähe.

Die Kosten für ein Implantat inklusive der zahntechnischen Arbeit variieren zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Dies hängt auch davon ab, ob zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. ein Knochenaufbau, durchgeführt werden müssen. Die genauen Kosten erfahren Sie nach einer ausführlichen Untersuchung und Beratung im Rahmen eines Kostenvoranschlages von Ihrem Zahnarzt.

Ein Implantat ersetzt einen oder mehrere fehlende Zähne. Als künstliche Wurzel hält es den auf ihm befestigten Zahnersatz, z. B. die Krone. Einige Voraussetzungen sind für ein Implantat zu beachten. Ob ein Implantat gesetzt werden kann, müssen Sie deshalb mit Ihrem Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen besprechen. Wir können ihn mit einer Planungssoftware bei einer optimalen Planung unterstützen.

 

Implantat
Vorteile Nachteile
Implantate sind optisch kaum von
natürlichen Zähnen zu
unterscheiden
Hoher Preis
Funktionstüchtigkeit entspricht
natürlichen Zähnen
Chirurgischer Eingriff ist notwendig
Bei fachgerechter Ausführung, guter
Mundhygiene und regelmäßiger
Kontrolle hält implantatgetragener
Zahnersatz über viele Jahre (>15
Jahre)
Durch den gezielten
Einzelzahnersatz müssen keine
daneben liegenden, gesunden Zähne
geschliffen werden, d.h. es geht
keine gesunde Zahnsubstanz
verloren
Funktionell richtig belastete
Implantate sorgen für eine
gleichmäßige Verteilung der
Kaukräfte, die knöcherne Struktur
des Kiefers bleibt erhalten, der
Knochen baut sich nicht ab
Brücke
Vorteile Nachteile
Eine Brücke ist fest im Gebiss
verankert und gewährleistet daher
ein sicheres und uneingeschränktes
Kauverhalten sowie eine ungestörte
Aussprache
Gesunde Zähne müssen geschliffen
werden, da sie als Pfeiler dienen.
Dabei können bis zu 30 Prozent der
ursprünglichen Zahnsubstanz
verloren gehen
Natürlich ästhetische Optik
Kein chirurgischer Eingriff
notwendig
Hält ca. 10 bis 15 Jahre
Kostengünstiger als ein Implantat

Ihr Zahnarzt kann Ihnen mehrere Lösungen vorschlagen und die Vor- und Nachteile der infrage kommenden Versorgung für Sie abwägen. Er wird Sie gerne ausführlich beraten – wenn gewünscht auch mit unserer Unterstützung.

Ihre Totalprothese kann von uns individualisiert werden. Zahnform, Zahnstellung und auch das Zahnfleisch werden so gestaltet, dass sie sich von den natürlichen Zähnen nicht unterscheiden. Ihr Zahnarzt berät Sie dazu gerne. Wir können diese Beratung durch Modelle oder Vorlagen unterstützen.

Bei der Regelversorgung handelt es sich um den Zahnersatz, den der Gesetzgeber als Grundversorgung ansieht und dessen Kosten für die Berechnung des Festzuschusses herangenommen werden, z.B. NEM – Krone (aus Nichtedelmetall).

Eine gleichartige Versorgung liegt vor, wenn diese die Regelversorgung beinhaltet und zusätzliche Leistungen hinzukommen, z. B. NEM – Krone mit keramischer Vollverblendung. Wählt der Patient einen solchen gleichartigen Zahnersatz, so erhält er den Festzuschuss für die Regelversorgung und hat die anfallenden Mehrkosten selbst/privat zu tragen.

Eine andersartige Versorgung liegt vor, wenn eine andere Versorgungsform (z. B. fast alle Arten von implantatgetragenem Zahnersatz) als die im Befund eingetragene Regelversorgung gewählt wird. Wählt der Patient einen solchen andersartigen Zahnersatz, so erhält er den befundbezogenen Festzuschuss für die festgelegte Regelversorgung von seiner Krankenkasse auf dem Weg der Kostenerstattung. Dazu reicht der Patient nach Abschluss der Behandlung die Rechnung bei seiner Krankenkasse ein.