Gingivitis, Parodontitis: Wenn der Zahnhalteapparat schlapp macht

Da der Zahnhalteapparat aus verschiedenen Strukturen und Geweben besteht, werden die möglichen Erkrankungen danach unterschieden, wo sie auftreten. Die beiden populärsten sind die Gingivitis und Parodontitis.

 

gingivitisAls Gingivitis bezeichnen Experten eine Entzündung des Zahnfleischs (Gingiva), die sich durch Rötung und erhöhte Blutungsneigung zeigt. Ausgelöst wird sie in der Regel durch jegliche Form von Zahnbelag (Plaque) und die darin lebenden Bakterien. Aber auch andere Faktoren wie Hormone, Einnahme von Medikamenten, Blutbildstörungen, Viren und Mangelernährung können eine Gingivitis hervorrufen.

Die Parodontitis hingegen kennzeichnet einen Entzündungszustand des gesamten Zahnhalteapparates (Parodont), der das Zahnfleisch, den Alveolarknochen (knöcherne Wand des Kieferknochens) mit den Zahnfächern, das Wurzelzement und den Parodontalspalt mit Faserapparat umfasst. Eine Parodontitis kann wie eine Gingivitis ebenfalls mit Rötung und Blutung des Zahnfleischs einhergehen. Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass eine Parodontitis auf Dauer zur Zerstörung des Zahnhalteapparates führt. Die mehr als schmerzliche Konsequenz: Zähne lockern sich und gehen verloren. Die unliebsamen Verursacher der Misere sind hauptsächlich Zahnbelag und Bakterien, aber auch andere Faktoren wie beispielsweise allgemeine Erkrankungen können eine Parodontitis beeinflussen.

Zu den weiteren, aber weniger bedeutsamen Erkrankungsformen zählen unter anderem verschiedene Abweichungen von den Normverhältnissen in der Mundhöhle wie ungünstig ansetzende Bänder oder Verdickungen des Zahnfleischs.

 
Zurück zum Blog