Fluorid – eine Gefahr für die Gesundheit?

Aktuell sorgt das Thema Fluorid für Aufsehen. Es kursiert das Gerücht, dass Fluorid schädlich für den Menschen sei. Vor allem der Hersteller der Zahnpasta Karex, die ganz ohne Fluoride auskommt, kritisiert Fluoride in Zahnpasten. Die Stellungnahme lautet, dass in hoher Konzentration für Fluoride in den 1950er Jahren zwar eine prophylaktische Wirkung gegenüber Karies nachgewiesen wurde, jedoch der Einsatz aufgrund möglicher Nebenwirkungen in der europäischen Kosmetikverordnung reglementiert wird. In höheren Dosierungen soll Fluorid sogar toxisch wirken. Insbesondere wenn sich unterschiedliche Fluoridquellen addieren.

fluorid

Für Aufsehen sorgte auch eine Studie im Herbst 2017, die besagte, dass eine hohe Fluoridaufnahme bei Schwangeren die Intelligenz der Kinder beinträchtige. Jedoch wird in Deutschland, anders als in anderen Ländern, das Trinkwasser nicht fluoridiert. Als Fluoridquellen kommen hierzulande nur fluoridhaltige Kochsalze und Mineralwasser infrage. Zur lokalen Fluoridierung dienen Zahnpasten mit Fluorid. Das Fluorid bei der Prävention der Zahngesundheit wirkt, ist wissenschaftlich belegt. Für die Wirksamkeit der Karexzahnpasten gibt es bislang jedoch noch keine wissenschaftliche Evidenz.

Die Bundeszahnärztekammer nahm dazu wie folgt Stellung: ,,Fluoride sind eines der weltweit am gründlichsten untersuchten Arzneimittel: In mehr als 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Einnahme gefunden.“

So lässt sich festhalten, dass der erste Schreck bezüglich Fluorid in Zahnpasten sich relativieren lässt und auch die Wirkung von Fluorid gegen Karies wissenschaftlich belegt ist.

 
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