Zahnkronen schützen den defekten Zahn

Das wichtigste Ziel der Zahnmedizin ist die Zahnerhaltung der natürlichen Zähne. Im eigenen Interesse kann jeder zur Erhaltung seiner Zähne durch gründliche Zahnreinigung und Mundhygiene beitragen. Doch wer kennt es nicht: trotz Putzen entsteht ein Loch im Zahn.

 

Die meist verwendete Behandlung für die Wiederherstellung und Gesunderhaltung erkrankter Zähne sind Zahnfüllungen. Wo aber liegt der Unterschied, wenn der Zahnarzt eine Zahnkrone als Therapie vorschlägt? André Neupert ist Zahntechnikermeister und Geschäftsleiter des Flemming Dental Labors in Hauneck und klärt uns über das Thema Zahnkronen auf.

 

Hallo Herr Neupert, wann brauche ich eine Zahnkrone?

Eine Zahnkrone benötigt man in erster Linie als Schutzkrone für Zähne, die einen erheblichen Schwächungsgrad vorweisen bzw. wo herkömmliche Füllungen nicht mehr ausreichen, da die zu füllende Stelle beispielsweise zu groß ist. Doch auch zur Bissregulierung nach starken Abnutzungen und auch aus kosmetischen Gründen können Zahnkronen sehr sinnvoll eingesetzt werden.

 

Welche Materialien können für Zahnkronen gewählt werden?

Moderne Zahnkronen bestehen zum Beispiel aus hochgoldhaltigen oder goldreduzierten Legierungen, Nichtedelmetallen und auch aus verschiedenen Arten moderner Vollkeramik oder Verblendkeramik. Aber auch Titan und Hochleistungskunststoff finden hier ihre Anwendung. Die Zahnkronen können je nach Anforderung gegossen, gefräst, gepresst sowie teil- oder vollverblendet sein. Das heißt, sie werden farblich an die individuelle Zahnfarbe angepasst. In Deutschland unterliegen alle Materialien dem medizinischen Produktegesetz.

zahnkronen
André Neupert
Zahntechnikermeister und Geschäftsleiter

Flemming Dental Hauneck

Döllwiesen 2
36282 Hauneck-Unterhaun

Tel.: 06621 / 79 92 10
Fax: 06621 / 79 92 22

Email: info-hauneck@flemming-dental.de
www.flemming-hauneck.de

Was ist das Besondere an Keramikkronen?

Vollkeramikkronen werden ohne Metallanteile hergestellt. Sie bestehen vollständig aus Keramik. Durch die hervorragenden physikalischen Eigenschaften imitiert Keramik die lichtdynamischen Effekte der Natur: Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz), rötlich-gelbes Durchschimmern (Opaleszenz) und Lichtreflektion (Fluoreszenz).

Das Verhalten eines Materials bei natürlichem und künstlichem Licht ist eine wichtige Eigenschaft und je nach Material und Fertigungstechnik mehr oder weniger ausgeprägt. Hierbei gilt: je höher die Lichtdynamik, desto natürlicher und ästhetischer wirkt Ihre Zahnkrone. Durch die fortschreitende Entwicklung im Keramikbereich und die steigende Vielfalt von möglichen vollkeramischen Restaurationen ist die Vollkeramikkrone höchstes Maß aller Dinge.

Der stetig steigende Goldpreis und die hervorragende biologische Verträglichkeit und Farbstabilität sind weitere Gründe für die Auswahl einer Zahnkrone.

 

Können Zahnkronen Allergien auslösen?

Nach dem ordnungsgemäßen Eingliedern von Zahnkronen treten in der Regel keine allergischen Reaktionen auf. Dennoch können kurzzeitige Reize wie ein sensibles Warm-Kalt-Empfinden auftreten und als störend empfunden werden. Fachgerecht verarbeitete, CE- geprüfte Materialien stellen sicher, dass es zu keinen Reaktionen kommt.

 

Welche Zahnkronen werden von der Kasse übernommen?

Die Krankenkassen zahlen bei Zahnkronen, wie bei den meisten Zahnfüllungen, einen Festzuschuss. Bei der Bemessung dieses Festzuschusses kommt es drauf an, ob sich der überkronende Zahn im sogenannten sichtbaren Bereich befindet.

Des Weiteren gibt es eine Sonderfallregelung. Patienten, die in die Härtefallregelung fallen, erhalten den doppelten Festzuschuss von der Krankenkasse. Abschließend lässt sich sagen, dass Zahnkronen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sondern immer nur situationsbedingt bezuschusst werden.

Regelmäßige Zahnarztbesuche zahlen sich aber für den Patienten aus: Nach jährlichen Zahnarztuntersuchungen und einem fünf Jahre lückenlos geführten Bonusheft gibt es basierend auf dem Festzuschuss eine zusätzliche 20 prozentige Bezuschussung seitens der Krankenkassen. Bei einem lückenlos geführten Bonusheft von zehn Jahren sind es sogar 30 Prozent vom Festzuschuss zusätzlich.

 

Herr Neupert, vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben.

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