Entspannung für Ihren Mund – wie eine Zahnschiene dabei helfen kann eine Verspannung zu lösen

Eine Verspannung, Schmerzen im Kopf oder Nacken, kann aufgrund der vielen betroffenen Menschen auch als Volkskrankheit gesehen werden. Oft wissen die Betroffenen nicht, womit die Beschwerden genau zusammenhängen. Eine Studie der Krankenkassen zeigt, dass Millionen von deutschen Bürgern unter ungelösten Beschwerden leiden, deren Ursache vom Kausystem ausgehen könnte. Etwa 18,9 Millionen von ihnen pressen und knirschen nachts die Zähne.
Zahntechniker Uwe Godehardt ist Geschäftsleiter des Flemming Dental Labors in Düsseldorf. Sein Team und er planen und fertigen seit über 40 Jahren hochqualitativen und ästhetischen Zahnersatz. Durch den Einsatz modernster Technologien, sogenannte CAD/CAM Technologien, ist das Flemming Dental Labor Düsseldorf vor allem auf verschiedenste Zahnschienen spezialisiert.

 

Herr Godehardt, das Thema Zahnschienen ist für die meisten Menschen ja längst kein Fremdwort mehr. Aber welchen Zweck erfüllen Zahnschienen eigentlich?

Zahnschienen werden eingesetzt, um eine Therapie im Bereich der Kiefergelenke durchzuführen. Damit werden beispielsweise die Folgen des sogenannten Bruxismus (meist nächtliches Knirschen oder Pressen der Zähne) reduziert und weitere Abnutzungen der Zahnsubstanz verhindert. Die sogenannten Knirscher-Schienen, welche diese Beschwerden lindern sollen, werden oftmals nur nachts getragen, wobei sich die Therapie nach dem Wissen und den Erfahrungen der Zahnärzte richtet. Manche Schienen sollen auch tagsüber getragen werden, damit die Patienten sich an die Schienen gewöhnen können. Heutzutage können Schienen auch transparent gestaltet werden, was den Vorteil hat, dass die Patienten in ihrem Alltag kaum eingeschränkt werden.

 

Woher weiß der Patient überhaupt, dass er eine Schiene braucht?

Der Patient selbst kann es nicht wissen und sollte sich vom Zahnarzt beraten lassen.
Bei typischen Beschwerden, die auf eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes des Patienten deuten, empfiehlt der Zahnarzt dann eine Schiene.
Diese können je nach Erfahrungswissen des Zahnarztes sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer eingesetzt werden. Die Therapie richtet sich aber nach dem individuellen Befund des Patienten.

 

Was für Arten von Schienen gibt es?

Der Oberbegriff Schienen fasst unterschiedliche Zahnschienen zusammen. Die Bezeichnungen richten sich nach Aufbau, Funktion und Indikationsbereich. Zu den am häufigsten verordneten zählen Aufbiss-, Michigan- und Knirscher-Schienen. Aufbiss-Schienen werden eingesetzt, wenn bei geschlossenem Kiefer eine mangelhafte Auflage der Kauflächen vorliegt. Schuld daran ist meist ein falscher Biss, das heißt die beiden Hälften des Gebisses passen nicht in/aufeinander.
Die Michigan-Schienen gehören zu den Aufbiss-Schienen und dienen der Harmonisierung der Bisslage bzw. des Zahnreihenschlusses, der sogenannten Okklusion. Das Behandlungskonzept mit einer Michigan-Schiene besteht darin, den Unterkiefer aus seiner Verzahnung mit dem Oberkiefer zu befreien und ihm dadurch die Möglichkeit zu geben, sich in der sogenannten Ruheschwebelage zu halten.
Knirscher-Schienen korrigieren Fehl- und Überbelastungen im Kausystem des Patienten, welche auf Dauer zu akuten Symptomen wie Verspannungen, Kopfschmerzen und Nackenschmerzen führen können und auch für die Entstehung chronischer Probleme, wie fehlende Zahnsubstanz und Tinnitus, mit verantwortlich gemacht werden.

 

verspannung

Uwe Godehardt
Zahntechniker und Geschäftsleiter

Flemming Dental Düsseldorf

Witzelstraße 63
40225 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 976 00 – 0
Fax: 0211/ 976 00 – 30
E-Mail: info-duesseldorf@flemming-dental.de
www.flemming-duesseldorf.de

Wie steht es mit den Kosten für eine Zahnschiene? Werden diese von der Krankenkasse übernommen?

Die Therapie mittels Zahnschiene gehört sowohl bei den gesetzlichen als auch bei den privaten Krankenkassen zum Leistungsspektrum. Deswegen werden Kosten für eine individuelle Anfertigung einer Zahnschiene von den Krankenkassen zu 100 Prozent getragen.

 

Wie lange dauert der Behandlungsprozess bzw. die Herstellung einer Zahnschiene?

Beim Behandlungsprozess nimmt der Zahnarzt zunächst einen Abdruck vom Gebiss des Patienten und teilt dem Labor auch die Höhe zwischen Unter- und Oberkiefer mit, welche die Stärke der Schiene bestimmen soll.
Die Herstellung der Schienen erfolgte früher durch eine sogenannte Tiefziehtechnik oder manuell, also von Hand gefertigt. Durch neuartige CAD/CAM Technologien ist es gelungen, den Herstellungsprozess der Schienen zu optimieren. Die Patienten haben dabei den Vorteil, dass die Schienen durch die innovative Art der Herstellung eine gleichmäßig dünne, glatte und glasklare Oberfläche besitzen. Dies sorgt für einen enormen Tragekomfort und spielt auch bei der Frage nach der Ästhetik eine entscheidende Rolle. Die glasklare Farbe der Schienen macht die Schiene zu einem unauffälligen Begleiter. Hinzu kommt, dass die Schienen biokompatibel sind, wodurch mögliche Reaktionen mit der Schiene ausgeschlossen werden. Die Herstellung im Labor dauert im Schnitt circa eine Woche.

 

Wie lange hält eine Zahnschiene?

Die Tragedauer ist individuell vom Patienten abhängig, je nach Verschleiß und hygienischem Zustand der Schienen. Im Allgemeinen sagt man, dass nach 2 Jahren eine neue Schiene fällig wird.

 

Vielen Dank, Herr Godehardt, für das interessante Gespräch.

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