Teleskopprothesen – die komfortablen Dritten

Qualität und Ästhetik stehen auf der Wunschliste der Patienten ganz weit oben, wenn es um herausnehmbaren Zahnersatz geht. In der modernen Zahnmedizin werden Teleskopprothesen als die Königslösung des herausnehmbaren Zahnersatzes bezeichnet, denn sie erfüllen genau diese Patientenansprüche. Doch wie genau funktionieren Teleskopprothesen und was sind die Vorteile? Diese Fragen haben wir Zahntechnikermeister Stefan Kutzner gestellt. Er leitet das Flemming Dental Labor in Hennigsdorf und hat an der Entwicklung des Flemming Soft Teleskops mitgewirkt.

 

Hallo Herr Kutzner, was genau versteht man denn nun unter einer Teleskopprothese und was ist das Besondere daran?

Allgemein gesagt sind Teleskopprothesen herausnehmbare Prothesen, die über Teleskopkronen an den natürlichen Zähnen befestigt werden. Das Besondere daran ist, dass diese Befestigungsmethode in den meisten Fällen ohne weitere Verbindungselemente wie Klammern und Bügel auskommt. Die Teleskopprothese funktioniert also gaumenfrei.

Die Befestigung der Teleskopprothese an den eigenen Zähnen oder auf Implantaten beruht auf einem Doppelkronenprinzip, das sich aus einer Innenkrone (Primärteleskop) und einer Außenkrone (Sekundärteleskop) zusammensetzt. Die Innenkrone wird fest auf dem tragenden Zahn oder dem Implantat zementiert. Die Außenkrone wird in die Prothese eingearbeitet. Beim Einsetzen der Prothese wird die Außenkrone wie ein Teleskop auf die Innenkrone geschoben. Dabei bildet sich zwischen den Kronen ein feiner Speichelfilm, der zu einer stabilen Haftung der Prothese führt.

 

Das klingt kompliziert und sehr technisch.

Tatsächlich heißen Teleskopkronen im englischsprachigen Raum „german crowns“, also deutsche Kronen, da sie sich insbesondere wegen des notwendigen technischen Know-hows nicht im Ausland durchsetzen konnten und eine deutsche Besonderheit sind. Experten behaupten sogar, dass kein anderes Land der Welt so viele und gute Teleskope herstellt wie Deutschland.

Stefan Kutzner als unser Dental-Experte zum Thema Teleskopprothesen
Stefan Kutzner
Zahntechnikermeister und Geschäftsleiter

Flemming Dental Hennigsdorf

Fabrikstraße 7
16761 Henningsdorf

Tel.: 03302 / 55 01 – 0
Fax: 03302 / 55 01 – 50

Email: info-hennigsdorf@flemming-dental.de
www.flemming-hennigsdorf.de

 

Welche Vorteile haben Teleskopkronen bzw. Teleskopprothesen für den Patienten?

Teleskopprothesen bieten den Patienten einen hohen Tragekomfort und vor allem Ästhetik, da sie sehr grazil gestaltet werden können. Beispielsweise ist es möglich, die Prothesen gaumenfrei zu gestalten. Dies bedeutet, dass bei den Patienten keinerlei Metall- oder Kunststoffplatten im Mund angebracht werden, sondern die Haltekraft der Prothese gaumenfrei hergestellt werden kann.

Hinzu kommt, dass Teleskopprothesen den Patienten eine hygienische Versorgung gewährleisten. Sie sind leicht herausnehmbar und können dementsprechend einfach und oft gereinigt werden. Außerdem besteht auch die Möglichkeit bei weiterem Zahnverlust die Teleskopprothesen zu erweitern. Diese Variante des Zahnersatzes zeichnet sich also im Vergleich zu anderen Prothesenvarianten durch einen besonders hohen Tragekomfort und sicheren Halt aus, dadurch gewinnen Patienten mehr Lebensqualität.

 

Was ist das Besondere am Flemming Soft Teleskop?

Das Besondere am Flemming Soft Teleskop ist, dass wir die Möglichkeit haben, die Patientenmodelle digital über CAD/CAM fertigen zu lassen. Die Modelle werden am Computer digital designt und anschließend gefräst.

Früher hingegen wurden die Modelle in Wachs modelliert und anschließend gegossen. Die digitale Fertigung bietet zahlreiche Vorteile: Die Patientenmodelle sind sehr präzise und von höchster Qualität. Fehlerquellen, welche bei der händischen Fertigung auftreten können, werden weitestgehend eliminiert.

Beim Flemming Soft Teleskop Plus kann man sogar, falls es zu einem nachlassenden Halt der Prothese kommt, diesem durch Festziehen einer Mini-Schraube entgegenwirken. Somit ist diese Prothesenvariante besonders langlebig, weil der Halt immer wieder nachjustiert werden kann.

 

Und wie lange hält eine Teleskopprothese?

Allgemein handelt es sich bei Teleskopprothesen um langlebigen Zahnersatz. Jedoch kommt es immer auch auf die Pflege und den Bestand der Restzähne des Patienten an.

 

Welche Komplikationen können bei einer Teleskopprothese auftreten?

Generell muss bei einem Zahnersatz mit Teleskopprothesen sehr präzise gearbeitet werden, da sich sonst mögliche Fehler bei der Passgenauigkeit für den Patienten ergeben könnten. Das Flemming Soft Teleskop beispielsweise wirkt dem entgegen und bietet mittels digitaler Fertigung eine erhebliche Reduzierung der Fehlerquellen.

 

Wie lange dauert die Herstellung einer Teleskopprothese?

Je nach Aufwand dauert die Herstellung zwischen vier und sechs Wochen. Bei der Herstellung kommt es, wie bereits erwähnt, auf eine sehr präzise und gewissenhafte Arbeit sowohl vom Zahnarzt als auch vom Zahntechniker an. Die CAD/CAM Technologie beim Flemming Soft Teleskop ermöglicht genau das.

 

Herr Kutzner, vielen Dank für das Interview.

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