Der Wecker klingelt, der Kopf tut weh: Zerknirscht durch die Nacht

Albtraum für die Zähne: Fast jeder Fünfte von uns knirscht im Schlaf. Häufig ist Stress die Ursache, die uns unbewusst nachts die Zahnreihen gegeneinander pressen lässt. Das schleift das Gebiss ab, geht auf die Kiefergelenke und führt letztendlich zu Verspannungen und Schmerzen im Kopf-, Nacken- und Rückenbereich.

kopfschmerzenWenn wir morgens auf dem Zahnfleisch gehen, liegt das häufig am Bruxismus, wie die nächtliche Schwerstarbeit für unsere Kiefer und Gesichtsmuskeln auch heißt. Unvorstellbar, aber wissenschaftlich erforscht: Das Pressen kann einen Druck von  150 Kilo aufbauen. Das macht nicht nur die Zähne kaputt, sondern lässt durchs kräftige Malmen und Gegeneinanderpressen die Muskeln verhärten und verspannen. Neben Stress kann auch unsachgemäß angefertigter Zahnersatz – dafür reicht schon eine zu hoch angelegte Füllung – den Biss ebenso aus dem Gleichgewicht bringen wie Verschiebungen der Zahnreihen,   wenn beispielsweise Zähne fehlen.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) lautet der medizinische Fachbegriff, wenn der Biss nicht mehr stimmt. Spezielle Belastungstests und computergesteuerte Verfahren zur Diagnostik von Muskel- und Gelenkproblemen geben Aufschluss über den Zustand des Kausystems und welche Therapie die richtige ist. Professionelle Zahnärzte legen daher großen Wert auf eine exakte Funktionsdiagnostik und perfekte Okklusion: Das heißt, dass die oberen und unteren Zahnreihen sowohl in Ruhestellung als auch in ihrer Kaufunktion gleichmäßige Kontakte haben. Sind die Zähne und Kiefergelenke in Ordnung und das nächtliche Problem rein stressbedingt, empfehlen Spezialisten individuell angefertigte Knirscher-Schienen aus Kunststoff. Sie werden während des Schlafens getragen und verhindern das Gegeneinanderpressen und -schieben der Zahnreihen. Dennoch wichtig: Stressabbau. Angenehme Nachtruhe.

 
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